Das am Flüsschen Lomnitz gelegene typische Waldhufendorf wurde erstmals im 14. Jh. erwähnt. Im Niederdorf befindet sich das Gut Lomnitz, zu dem das barocke, sogenannte Große Schloss
von 1720, und das sogenannte Kleine Schloß, als Witwensitz 1805 erbaut, gehört. Im Laufe seiner Geschichte hatte das Gut viele bekannte Besitzer.
Im 15.und 16. Jh. war es im Besitz der Freiherren v. Zedlitz. Ab der Mitte des 17. Jh. bis 1738 waren die Freiherren von Tomagnini die Besitzer, die während dieser Zeit auch das alte Barockschloß
1720 erbauten. Als Baumeister wird der berühmte schlesische Barockbaumeister Martin Frantz vermutet, der unter anderem auch die prächtige Gnadenkirche in Hirschberg errichtet hatte. Der wohl in der Geschichte von Lomnitz bedeutendste Besitzer des Gutes war der wohlhabende Hirschberger Schleierherr(Leinenhändler) Christian Mentzel (1667-1741), der das
Schloss 1738 erwarb. Er hat sich als großzügiger Stifter für die protestantischen Kirchengemeinden von Lomnitz und Hirschberg einen Namen gemacht. Er beteiligte sich finanziell an dem Bau der Gnadenkirche in Hirschberg
und stiftete die darin befindliche reiche Barockorgel. Seine Gruft mit wertvollen Sandsteinarbeiten verziert, ist heute noch auf dem Gnadenfriedhof zu bewundern. Nachfolgend erbwarb Baron Moritz von Roth das Schloß.
Von dessen Erben kaufte der preussische Legationsrat Carl Gustav Ernst v. Küster 1835 das Schloss Lomnitz und ließ es durch den Architekten und Schüler Schinkels Tollberg im biedermeierlichen Stil
umbauen. Bis 1945 befand sich das Gut Lomnitz im Besitz der Familie v. Küster. 1945 mußte die Familie in den Westen fliehen, ihr Besitz wurde enteignet und verstaatlicht.
Im großen Schloss wurde eine Schule eingerichtet, im kleinen Schloss die Leitung des landwirtschaftlichen Staatsgutes. Der Park verwilderte und wurde teilweise als Mülldeponie und Bauschuttabladefläche mißbraucht. Ab 1980 verfiel das große Schloss
zur Ruine.
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